nächste Treffen: 16.01., 30.01., 20.02., jeweils 18.00 Uhr in Dortmund, Küpferstr. 1
Ausgangssituation
Nicht erst seit den Ergebnissen der Pisastudien beklagen Fachleute bei SchülerInnen einen Werteverlust und eine gewisse Orientierungslosigkeit. Die Gründe dafür sind vielschichtig.
Projekthaftigkeit
Das beschriebene Projekt soll über den Rahmen der Freiwilligen-AGs hinaus an einer oder mehreren Offenen Ganztagsschulen in Dortmund angeboten werden. Nach Möglichkeit soll Lebenskunde auch im Regelunterricht eingesetzt werden, in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Trägern, hier besonders mit den Falken und Verantwortlichen der Schulen.
Der Anspruch der Jugendverbände, ein besonderes Augenmerk auf "andere" Bildung zu legen, spiegelt sich in diesem Projekt u.a. dadurch wieder, dass auf spezifische Lernbedürfnisse, Schülerwünsche, Gegebenheiten vor Ort und aktuelle Ereignisse eingegangen werden soll.
Inhalte werden in Form von thematischen Schwerpunkten und Themenvorschlägen bestimmt:
Wie für jeden guten Unterricht gelten für Humanistische Lebenskunde allgemeine Qualitätskriterien wie Kompetenzorientierung, Wissenschaftsbezug und Schülerorientierung, ein anregendes Lernklima, eine gute Ausstattung mit Lehr- und Lernmitteln.
Wir gehen davon aus, dass uns das gelingt und damit beispielhaft und umsetzbar für die Jugendverbandsarbeit sein wird.
Zielsetzung
Grundlagen des Lebenskundeunterrichts sind die Vermittlung von Erkenntnissen über die Natur und die Gesellschaft sowie von Lebensregeln, die auf weltlich-humanistischen Traditionen beruhen. Im Mittelpunkt stehen Verantwortung, Selbstbestimmung und Toleranz.
Dabei können die JuHus auf die Erfahrungen der Landesverbände Berlin und Brandenburg des Humanistischen Verbandes zurückgreifen. Der Humanistische Lebenskundeunterricht wird dort zur Zeit von annähernd 40.000 SchülerInnen besucht. Die Projektinhalte reichen von Selbst- und Fremdwahrnehmung ("Fremd ist der Fremde nur in der Fremde") bis hin zur Naturwahrnehmung ("Auf zur Wildblumenwiese").
Erfahrungsberichte können auf der Internetseite www.lebenskunde.de eingesehen werden.
Grundlagen, Aufgaben und Ziele
Humanistische Lebenskunde fußt auf dem Humanismus als Bemühen um Humanität und solidarisches Miteinander, um eine der Menschenwürde und freien Persönlichkeitsentfaltung entsprechende Gestaltung des Lebens und der Gesellschaft. Dies soll insbesondere durch Bildung und Erziehung sowie die Schaffung notwendiger Lebens- und Umweltbedingungen erreicht werden.
Bildung und Erziehung bei Humanistischer Lebenskunde nimmt Schülerinnen und Schüler als Subjekte ihrer Entwicklung ernst und unterstützt sie darin, ihre Persönlichkeit zunehmend selbstbestimmt und frei zu entfalten, ihre Urteilsfähigkeit in Fragen der Lebensorientierung zu entwickeln, sich selbst und anderen gegenüber verantwortlich zu handeln und sich aktiv und konstruktiv in der Gesellschaft und für die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen zu engagieren.
· Humanistische Lebenskunde hat die Aufgabe, Schülerinnen und Schüler bei der Entwicklung ihrer Kompetenzen für eine zunehmend reflektierte, selbstbestimmte, mündige, sozial verantwortliche und allein diesseits- orientierte Lebensführung zu unterstützen (Förderung humanistischer Kompetenz).
· Grundlage hierfür sind die Tradition, die Werte und die Ideen des weltlichen Humanismus.
· Über die Förderung von Basiskompetenzen wie Selbst- und Sozialkompetenz, und allgemeine Methodenkompetenz - also allgemeiner Handlungskompetenz - hinaus gehört die Förderung von fachspezifischen Kompetenzen wie der Kompetenz zur Weltdeutung und Sinnfindung, der moralisch-ethischen Kompetenz, der Kompetenz zur biografischen Reflexion und Lebensplanung und der Kompetenz zur Wahrnehmung von Verantwortung für Natur und Gesellschaft dazu.
Diese Kompetenzen sind auch in Hinblick auf ihre verschiedenen Dimensionen zu fördern: von der Wahrnehmung, Bewertung und Deutung bis hin zur Entwicklung und Umsetzung von Handlungskonzepten. Für Humanistische Lebenskunde sind dabei eine an Erfahrung, Rationalität und Vernunft orientierte Entwicklung ethischer Urteilsfähigkeit und moralischen Verhaltens besonders bedeutsam.
Ablaufplan
Das Projekt soll zunächst vom 01.10.2007 bis zum Ende der Winterferien in NRW geplant und vorbereitet werden. Die Umsetzung erfolgt bis zum Ende der Herbstferien 12.10.2008 mit einer Option auf Verlängerung.
Dokumentation
Es wird eine Dokumentation nach Ablauf der Erprobungsphase mit Schilderungen der jeweiligen Einzelprojekte, Erlebnisberichte der Beteiligten und darüber hinausgehende Äußerungen von SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen erstellt.
Träger
Die JuHus sind ein anerkannter und geförderter Jungendverband für alle, die sich keiner Religion zugehörig fühlen und sich in einer Gruppe von Gleichgesinnten austauschen und treffen wollen.
| Die JuHus sind der Jugendverband des Humanistischen Verbandes NRW. Den gibt es übrigens schon seit 1847. Nur früher hießen die Freireligiöse oder Freigeister oder Freidenker. |
| Die JuHus sind so etwas wie die Enkel der Aufklärung, also Menschen, die sich durch kritisches Hinterfragen, gesundes Misstrauen und eine gehörige Portion Realitätssinn auszeichnen. Sie sind zugleich Skeptiker, Individualisten und Optimisten. Der Humanistische Verband NRW ist weder eine Religion noch eine Sekte, sondern die staatlich anerkannte Interessenvertretung für Menschen ohne religiöse Bindung. |
| Und was macht man bei den JuHus? Wir sind die moderne Alternative zur Kirche. Wenn Du zum Beispiel anstatt einer Konfirmation den spannenden Übergang vom Kind zum Erwachsenen angemessen und würdig feiern möchtest, Du aber nicht in der Kirche bist (und auch nicht eintreten möchtest) kannst Du bei uns die Humanistische Jugendfeier machen. Außerdem kannst Du in unseren Jugendgruppen mitarbeiten. Dadurch kannst Du neue Leute kennen lernen, viel Spaß haben und unsere Freizeitangebote aktiv mitgestalten und erleben. |
Wie und wo funktioniert das? Am besten Du informierst Dich erst einmal wieter auf unseren Internetseiten. Unter Fest- und Feierkultur findest Du den Unterpunkt Jugendfeier. Weitere Informationen kannst Du unter mail@hvd-nrw.de anfordern. JuHu's, Küpferstr. 1, 44135 Dortmund; 0231 5861570; mail@hvd-nrw.de |